Autor: Nathalie Soursos

Die Philippinen auf Rädern

Wenn wir aus Angst aufhören zu reisen, uns von den Nachrichten einschüchtern lassen, unsere Abenteuerlust von den Meldungen über die gefährliche und böse Welt beschränken lassen, dann lernen wir auch nichts Neues dazu, auch nicht über uns selbst. Johannes Klaus Beitrag auf weltenbummlermag.de ließ mich über die Male, wo ich über meinen Schatten sprang, nachdenken. Manila, war eine der Städte, vor denen ich mich fürchtete. Eine Stadt in der fast zwei Millionen Menschen leben – mit Umland über zehn Millionen. Ich fuhr dennoch hin.

Unter (eiskaltem) Wasser

Zum ersten Schnuppertauchen in Boccas del Toro (Panama) bin ich eher zufällig gekommen. Die Tauchschule lag auf dem Weg zum Strand, das Angebot schien fair und schon am nächsten Tag trug ich einen kurzen Neoprenanzug und ließ mir auf einem wackeligen Motorboot erklären wie ein Druckausgleich funktioniert und welche Zeichen man macht wenn alles ok, oder eben nicht ok ist. Super easy!

Zwischen den Blättern

Auf der Reise nach Costa Rica lernte ich durch die zahlreichen Wanderungen in den dortigen Wäldern immer einen aufmerksamen Blick in das Dickicht oder auf die Bäume zu werfen. Meist kam ich mir dabei völlig blind vor, denn die Tiere waren perfekt getarnt oder versteckten sich rechtzeitig vor uns. Die lokalen Guides dagegen fanden alle paar Meter ein neues Tier und wir alle folgten ihren ausgestreckten Fingern oder liehen uns die Ferngläser. Wie viele Tiere wir entdeckt hatten, merkte ich erst beim Durchsehen der Fotos. Hier ein paar „Künstler des Versteckens“ aus meinem Foto-Archiv.

Der Philologe, der Marathon läuft

„Der Weg ist das Ziel“, das sollte eigentlich der letzte Satz dieses Gesprächs mit Konstantinos Maragkos, ein 23-jähriger Philologe aus Athen, sein, doch passt der Satz besser an den Anfang unseres Gesprächs und genaugenommen auch an den Beginn meiner einjährigen Zusammenarbeit mit „meinem Praktikanten“. Das Ziel seines Praktikums in Wien war es, so viel wie möglich zu lernen: die Sprache beherrschte er nach einem Jahr auf C1-Niveau, die österreichischen Traditionen brachte ihm sein Mitbewohner Christopher bei und das Land lernte er durch Ausflügen mit seiner Familie aus Griechenland und neuen Freunden aus der ganzen Welt kennen. 

Dresden – Die Stadt der Erinnerung

Hinter der Mauer, wo der Junge sitzt, ist das Erich Kästner Museum. Dort kann man im Wintergarten auf großen Kissen sitzen und in den Geschichten aus der Kindheit lesen. Ich fand bei meiner Reise im Oktober Erich Kästner den Dichter, der mir während des ganzen Germanistik-Studiums nie begegnet ist. 

Gruppen(-Abenteuer-)reisen

Mit einem gratis Infoabend des Reisebüros über Mittelamerika und Reisetipps von Einheimischen Guides begann meine Reise nach Costa Rica, eine Gruppenreise. Völlig vergessen waren die Klassenfahrten, die Ausflüge von Sprachschulen und die Uni-Exkursionen, wo man als Touristengruppe einen vorgefertigten Blick zur Verfügung gestellt bekam, nicht eigenständig entscheiden konnte und zwischen den Sehenswürdigkeiten kaum Zeit zum Luftholen hatte. Die Möglichkeit beim Costa Rica Adventure-Trip in zwei Wochen viel vom Land zu sehen und dabei Teil einer unkomplizierten, internationalen Studentengruppen zu sein erschien mir dagegen ideal.

Griechen in Wien

Schon länger erschien hier keine Zimmerreise mehr, was wohl zum Großteil daran liegt, dass ich momentan viel Zeit im Universitäts-Zimmer verbringe, wo ich zu die Wiener Griechen des 18. und 19. Jahrhunderts forsche. Lust auf einen kleinen Spaziergang durch das Wien der Händler aus dem Osmanischen Reich? 

Archipiélago de San Blas

Wenn im kalten Januar der Himmel und die Stadt in einem monotonen Grau verschwimmen, dann verweisen die Fotografien aus dem letzten Sommer auf einen längst vergangenen Traum. Die Wärme der Sonne, die Entspannung und Ruhe in der Hängematte und das Gefühl der Schwerelosigkeit beim Blick durch die Taucherbrille. Erinnerungen, die ich mit den San Blas Inseln in Panama verbinde. Ein Blick in eine Welt deren Bilder wir von Desktops, Kalendern, Puzzles, WC-Brillen und von überall sonst kennen, wo man wohl zum Träumen eingeladen werden soll.

Roms versteckter Friedhof

Ein „Geheimtipp“ ließ mich um kurz nach sieben in der Früh über den Petersplatz eilen. Ich war dennoch zu spät dran für die Messe in der Kirche des Campo Santo Teutonico und so beschloss ich die günstige Stunde zu nutzen und ohne langes Anstehen in den Petersdom zu gehen.